Es ist geschafft! Nachdem wir über den Oktober und November hinweg Stück für Stück das Dach des Gerüstes für unsere Infotafel am Langen Feld gedeckt haben, konnten wir am vergangenen Sonntag, dem 7.12.25, endlich mit einer Tasse heißen Glühweins auf die Fertigstellung anstoßen. Unzählige Arbeitsstunden haben wir gestemmt, gebohrt, gemessen und gerichtet. Aber alle waren sich an diesem Tag einig: Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Die linke Seite enthält unsere Infotafel zum Thema „Streuobstwiesen“, denn auf dem Langen Feld soll eine solche wieder entstehen. Die rechte Seite wird Informationen über den Grünen Ring und abwechselndes Informationsmaterial über verschiedene Themen aus Natur und Umwelt enthalten. Dieses kann man sich gerne mitnehmen.
Am Samstag, dem 11.10.25, tat sich so einiges auf dem Langen Felde. Woran wir für fast ein halbes Jahr in unserer Freizeit gebastelt hatten, sollte endlich in die Erde – das Gerüst für unsere eigene Infotafel! Kein rechter Winkel, keine ebene Fläche, nichts gehobelt oder begradigt – sondern alles so, wie gewachsen. Das kostete uns Stunde um Stunde händischer Zimmereiarbeit und Anpassung. Aber wir finden, dass sich das Ergebnis schon sehen lassen kann! Fast 1 ganzer Meter der massiven, 4 Meter langen Seitenpfosten aus Robinie verschwand jedoch im Boden. Und so wartet das Gerüst nun auf sein Dach und den eigentlichen Inhalt. Beides soll dann im Dezember folgen.
Am 08.09.25 berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) in einem Artikel über unser Streuobstwiesen-Projekt am Langen Feld, wo wir zwei neue Baum-Patenschaften überreichen durften (Abonnement benötigt). Auch das Wedemark Echo berichtete auf seiner Titelseite am 13.09.25.
Auf unserem Grundstück Am Langen Felde entsteht eine kleine Streuobstwiese mit insgesamt 14 hochstämmigen Obstbäumen, darunter neun Süßkirsch-, drei Sauerkirsch- und zwei Walnussbäume. Um vorbeigehenden Fußgängerinnen und Fußgängern etwas mehr über die Bedeutung von Streuobstwiesen erzählen zu können, werden wir nach Abschluss der angrenzenden Bauarbeiten für den Radweg an der Bahn ein Trägergerüst mit einer Infotafel aufstellen. Das Gerüst wird aus naturgewachsenen, massiven Robinienhölzern bestehen und soll zum kurzen Verweilen einladen. Da alles naturgewachsen ist, erfordern die Arbeiten ein wenig handwerkliche Kreativität.
Der erste Meter wird später im Boden verschwinden: Ansicht des (noch) 4 Meter hohen Gerüstes von „unten“.
Da alle verwendeten Hölzer naturgewachsen sind, ist viel Kreativität und Ausdauer gefragt
Die 100 x 70 cm große Infotafel über die Bedeutung von Streuobstwiesen wird später in das Trägergerüst gesetzt und mit einem Schutzglas versehen.
In der Presse und den sozialen Netzwerken hat es der Bürgermeister der Gemeinde, Helge Zychlinski, bereits mit einem Feuerwerk an Emoticons verkündet: An der Bahn in Wennebostel wird auf ganzen 250 Metern aus einem vormaligen Pfad über eine grüne Wiese eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke der Luxusklasse für Fahrradfahrer: 3 Meter breit, vollständig asphaltiert, und mit Laternen und smartem Beleuchtungssystem ausgestattet, damit man auch ja nicht bei Tempo 40 vom Weg abkommt oder aus Versehen noch ein Tier überfährt. Das Ganze gibt es zum Schnäppchenpreis von 310.000 Euro, welche aber wegen anteiliger Förderung den neuen Rekordschuldenstand der Gemeinde von über 100 Millionen Euro nur wenig zusätzlich belastet. Die Hauptsache ist, der Ausbau von Radwegen geht voran – natürlich auch für den Klima- und Umweltschutz, welcher das gesamte Leitbild der Gemeinde wie der sympathische Kopf einer Sonnenblume umrahmt.
Dürremonitor Deutschland des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) für den Zeitraum 7. – 20.5.25. Die Farbskala reicht von Gelb (ungewöhnlich trocken) bis zu braun (außergewöhnliche Dürre). Quelle
Während Dürreperioden und Hitzewellen auch wegen viel zu viel Versiegelung zunehmen, wird an der Bahn in Wennebostel ein 3 Meter breiter, vollflächig asphaltierter Füßgänger- und Radweg direkt neben einer Streuobstwiese gebaut.
Vollflächige Asphaltierungen mögen gut für hohe Geschwindigkeiten sein, aber wovon Herr Zychlinski anscheinend noch nie gehört hat, ist, dass sie keineswegs gut für das Klima oder die Umwelt sind. Während der Dürremonitor für Deutschland – vor allem den Norden – also einmal mehr auf tiefstes Rot schwenkt, die Landwirte bereits seit März künstlich beregnen und die Region Hannover ab Juni erneut Bewässerungsverbote verhängen möchte, werden am grünen Rand Wennebostels, direkt angrenzend an eine Naturfläche mit Streuobstwiese, viele Kubikmeter an Mutterboden ausgekoffert, tonnenweise Schotter verfüllt, das Ganze dann vollflächig mit Asphalt bedeckt und auch noch mit viel Kunstlicht in Szene gesetzt. Die Alternative, für einen Bruchteil der jetzigen Kosten den ursprünglichen Pfad einfach ein wenig zu ebnen und weiterhin wasserdurchlässig leicht zu befestigen, war anscheinend dem Wedemarker Durchschnittsradfahrer keinesfalls zuzumuten.
Zu Beginn der Bauarbeiten für den neuen, vollflächig asphaltierten Radweg mussten erst einmal störende Hecken und Bäume beseitigt werden.
Rechts Natur, links teurer Bauwahn auf einem ehemals grünen Pfad von 200 Metern Länge
Auf unserer Themenseite „Rund um die Natur vor Ort“ haben wir einen neuen Artikel zum Thema „Windkraftanlagen im Wald: Klimaschutz und Naturschutz?“ veröffentlicht. Dieser Artikel ist der erste in einer Reihe von vier Artikeln zum übergeordneten Thema „Windkraftanlagen im Wald“. Er beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Behauptung, dass Windkraftanlagen im Wald das Klima und den Wald schützen würden, überhaupt haltbar ist.
Am 24.12.24 stellte die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) uns und unsere Arbeit in einem ausführlichen Porträt-Artikel vor (Abonnement benötigt). Eine gekürzte Version erschien am 27.12.24 in der Druckausgabe der HAZ im Gemeindeteil der Wedemark. Zusätzlich berichtete das Wedemark Echo auf seiner Titelseite am 04.01.25.
Seit Langem ist offenkundig, dass das Grundstück der Feuerwehr Wennebostel viel zu klein ist. Nach Jahren der Priorisierung anderer Bauvorhaben, langwierigen Rechtsstreitigkeiten mit dem Erbbaurechtsgeber des jetzigen Feuerwehrstandortes und einer weiteren Eskalation nach Rücktritt des Ortsbrandmeisters möchte die Gemeinde Wedemark nun schnell eine Lösung schaffen: Es soll einfach auf einem gemeindeeigenen Grundstück im Außenbereich die letzte öffentlich zugängliche Streuobstwiese des Dorfes sowie eine der letzten den Ort umgebenden Feldholzinseln gerodet werden. Diese Pläne gehen einmal mehr ausschließlich auf Kosten des Natur-, Umwelt-, Klima- und Hochwasserschutzes und treiben die Zerschneidung der Landschaft um Wennebostel und dessen Zersiedelung weiter voran. Der Grüne Ring Wennebostel hat im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit daher eine Stellungnahme zu den Bebauungsplänen verfasst.
Nachdem unsere Obstbäume bereits eine Woche vorher angeliefert und deswegen in einem temporären Einschlag ausharren mussten, durften sie endlich am Samstag, dem 2.11.24, in die Erde unseres Pachtgrundstückes am Langen Felde. Insgesamt wurden neun Süßkirschen, drei Sauerkirschen und zwei Walnüsse gepflanzt, denn Kirsch- und Walnussbäume kommen auf dem relativ sandigen Boden besser zurecht als Apfel-, Birnen- oder Pflaumenbäume.
Petrus meinte es mal wieder gut und bescherte uns einen schönen Herbsttag. Mit 15 Helfern war die Arbeit auch schnell getan. Nur das Einrammen der schweren Pflanzpfähle aus gespaltener Eiche benötigte neben ein wenig Koordination bei der Handhabung der Ramme auch etwas Durchhaltevermögen. Aber die mitgebrachten Köstlichkeiten schmeckten nach solchen Anstrengungen nur umso besser. An dieser Stelle möchten wir uns auch gerne noch einmal bei unseren Baumpaten bedanken! Ganz herzlich bedanken möchten wir uns auch bei der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, dem Streuobstwiesen-Bündnis Niedersachsen e.V. sowie bei der Stiftung Kulturlandpflege für die weitreichende Unterstützung.
Der Grüne Ring Wennebostel feierte im August seinen ersten Geburtstag. Das Wedemark Echo berichtete am 31.08.2024 über unser Jubiläum, unsere bisherigen Aktivitäten und über unsere Pläne für das kommende Jahr. Unter anderem soll am 2. November 2024 eine kleine Streuobstwiese aus 15 Kirsch- und Walnussbäumen auf dem Grundstück oberhalb der Bahnlinie angelegt werden. Hierfür werden noch Baumpaten, die gerne für einen Baum spenden möchten, sowie tatkräftige Unterstützung für die Pflanzaktion gesucht. Alle Informationen dazu finden Sie auf unserer Projektseite.